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Chile Marktstudien

Chile

Der Markt für Lebensmittel allgemein in Chile und Uruguay

Sowohl in Chile als auch in Uruguay spielt der Lebensmittelmarkt eine entscheidende Rolle in ihren jeweiligen Wirtschaftssystemen. Chile, als bedeutender internationaler Akteur im Lebensmittelhandel, öffnet interessante Möglichkeiten für Nahrungsmittel-Exporteure. Für die Verbraucher in Chile steht der Kauf von Obst und Gemüse zusammen mit Fleisch an oberster Stelle auf der Einkaufsliste. Rund 20 % des Budgets, das chilenische Haushalte für Lebensmittel ausgeben, fließen in den Kauf von Obst und Gemüse. 

Für die Verbraucher in Uruguay steht der Konsum von Mate, Obst und hausgemachten Speisen an oberster Stelle. Dies bietet Potenzial für Exporteure von Produkten in diesen Kategorien. Das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher eröffnet Raum für gesundheitsorientierte Lebensmittel. Es bieten sich Absatzchancen im Bereich biologischer, veganer und vegetarischer Produkte. Die relativ offene Wirtschaft und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen machen Uruguay als Wirtschaftspartner und Investitionsstandort interessant.

Der Markt für Lebensmittel allgemein in Chile und Uruguay (September 2023)

Länderbericht Chile

Aufgrund der langen Nord-Süd-Ausdehnung, aber auch der beträchtlichen Höhenunterschiede in West-Ost-Richtung, weist Chile eine große Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen sowie natürlichen Rohstoffen auf. Die Landwirtschaft hat in Chile eine hohe wirtschaftliche und soziale Bedeutung. Agrarsubventionen spielen eine untergeordnete Rolle.

Die wichtigsten Säulen des chilenischen Agrarsektors sind die Fischereiwirtschaft (einschließlich Aquakultur), die Forstwirtschaft, die Sonderkulturen Obst und Wein sowie die traditionelle Acker- und Viehwirtschaft. Der Schwerpunkt der Agrarpolitik von Staatspräsident Boric liegt bei den Themen Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit. Eines der Hauptziele der Agrarpolitik des Landes ist die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Systeme.

Chile verfügt über eine der wettbewerbsfähigen Volkswirtschaften Lateinamerikas. Das Land zeichnet sich durch stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen aus und verfolgt eine liberale und recht offene Wirtschafts- und Handelspolitik.

Länderbericht Chile (Juli 2023)

Der Markt für Süßwaren und Knabberartikel in Chile

Chile ist die sechstgrößte und die die dynamischste Volkswirtschaft in Lateinamerika und weist laut dem Doing Business-Index positive Indizes in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Freiheit und finanzielle Entwicklung auf.

Deutschland gehört zu den acht größten Exporteuren von Schokolade, Backwaren und Cerealien nach Chile. Bei Knabberartikeln liegt das Land auf Platz 18 und bei Speiseeis wurden 2019 keine Exporte nach Chile registriert. Die Abwertung des chilenischen Peso (CLP) gegenüber dem Euro um etwa 9 % im Zeitraum Januar bis September 2020 macht europäische Produkte auf dem lokalen Markt weniger wettbewerbsfähig. Deutsche Lebensmittelprodukte werden jedoch von den lokalen Verbrauchern als qualitativ hochwertig angesehen.

Die Nachfrage nach natürlichen Vollkornprodukten mit gesunden Inhaltsstoffen und einem geringen Gehalt an Zucker, gesättigten Fetten, Kalorien und Natrium gewinnt an Bedeutung und wird laut den befragten Branchenexperten für die chilenischen Verbraucher immer alltäglicher.

Der Markt für Süßwaren und Knabberartikel in Chile (Dezember 2020)

Der Markt für Fleisch in Chile (2019)

Chile gehört wirtschaftlich zu den am stärksten expandierenden Volkswirtschaften Lateinamerikas. Für die Wirtschaft wird zwischen 2018 bis 2022 ein jährliches Wachstum von 3 Prozent prognostiziert. Gefördert wird das Wirtschaftswachstum von der stabilen politischen Lage.

Fleisch und Fleischerzeugnisse nehmen in Chile einen hohen Stellenwert im Lebensmittelkonsum ein und sind in fast allen Mahlzeiten enthalten. Der Fleischkonsum je Einwohner lag 2017 bei 83,3 kg, wobei auch in den Jahren zuvor ein Anstieg im Fleischkonsum zu beobachten war. Als absatzstärkste Fleischprodukte gelten Schwein, Rind und Huhn. Insgesamt 40 % des gesamten chilenischen Fleischkonsums wird durch Huhn gedeckt, was insbesondere dem geringen Preisen geschuldet ist.

Die inländische Produktion kann den Fleischbedarf der Konsumenten jedoch nicht decken und ist auf Importe von Fleisch und Fleischerzeugnissen angewiesen. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage wird davon ausgegangen, dass Chile in diesem Sektor auch in den kommenden Jahren stark auf Einfuhren aus dem Ausland angewiesen sein wird.

Die vorliegende Studie analysiert den chilenischen Markt für Fleisch und Fleischerzeugnisse und richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland, die einen Markteinstieg in Chile in Erwägung ziehen.

Der Markt für Fleisch in Chile (Januar 2019)